Malaga

Malaga

Entschuldigen Sie die Unannehmlichkeiten.

Suchen Sie erneut

Wein aus D.O. Málaga y Sierras de Málaga

Málaga war im 18. und 19. Jahrhundert ein großes und berühmtes Weingebiet. Der sogenannte Vino de Málaga - ein gespriteter Likörwein - wurde von der Hafenstadt am Mittelmeer in die ganze Welt verschifft. Dann trat die Reblaus 1878 erstmals in Málaga auf und zerstörte in den Folgejahren alle 110.000 Hektar Weinberge im Gebiet. Im Gegensatz zur benachbarten Sherry-Region erholte sich Málaga davon nie.

Heute hat das Anbaugebiet D.O. Málaga y Sierras de Málaga nur etwa 1000 Hektar im Anbau. Das ist wenig Masse, es finden sich allerdings mehrere Weingüter, die viel Klasse zu bieten haben. Ihre Weine stammen aus autochthonen Sorten wie Moscatel de Alejandría, PX, Romé und Tintilla. Doch auch internationale Sorten wie Syrah, Petit Verdot und Chardonnay sind beliebt. Selbst die Pinot Noir fühlt sich in den kühlen Hochlagen nahe der Stadt Ronda wohl.

Das Anbaugebiet ist in fünf Subzonen unterteilt, die sehr unterschiedlich sind: Die Subzone Axarquia liegt beispielsweise direkt am Mittelmeer. Weinreben werden hier auf Schieferböden und in teils schwindelerregenden Steillagen kultiviert. Die Subzone Serrania de Ronda weist dagegen bereits atlantische Klimaeinflüsse auf und verfügt über schwerere Lehmböden. In der Gesamtheit haben wir es mit einer äußerst heterogenen Weinregion zu tun.

Bezüglich der Weine aus Málaga existieren zwei geschützte Ursprungsbezeichnungen:

Als „D.O. Málaga“ sind alle Süßweine klassifiziert. Die Appellation hat eine lange Tradition in der Erzeugung sowohl von gespriteten, als auch natürlichen Süßweinen. Die Trauben - zumeist Moscatel de Alejandría - werden für Süßweine traditionell in der Sonne getrocknet. Ein seit über 1000 Jahren angewendetes Verfahren in Andalusien.

Mit „D.O. Sierras de Málaga“ werden wiederum alle trocken ausgebaute Gewächse gekennzeichnet. Aus den Subzonen Axarquia und den Montes de Málaga kommen hauptsächlich trockene Weißweine aus Moscatel und Pedro Ximénez, während sich die Subzone Serrania de Ronda einen guten Ruf für trockene Rotweine erworben hat.

Geografisch handelt es sich bei D.O. Málaga und D.O. Sierras de Málaga um identische Gebiete. Sie decken dieselbe Fläche ab. Der einzige Unterschied besteht im Weinstil.